Binnen nur 30 Jahren Raubbau an der Natur und industrieller Landwirtschaft mit den einhergehenden Monokulturen und der Vergiftung der Natur durch Herbizide und Pestizide, verschwanden in Europa Hunderte Millionen Vögel. Zu diesem Schluss kommt eine wissenschaftliche Gemeinschafts-Studie der University of Exeter, UK, der Royal Society for Protection of Birds (RSPB) and der Pan-European Common Bird Monitoring Scheme (PECBMS), die im Biologen Magazin Ecology Letters veröffentlicht wurde. Betroffen seien meist noch nicht einmal empfindlichen Nischenarten, sondern zu 90% die am meisten verbreiteten Vogelarten wie z.B. Feldlerchen, oder sogar Spatzen. Zu einem ähnlichen Schluss kommt eine aktuelle Studie des Bundesamtes für Naturschutz und eine Studie des BUND aus dem Jahr 2013.

Eine nicht unerhebliche Anzahl europäischer Zugvögel, die in Afrika überwintern, dürfte dabei auf das Konto nordafrikanischer Vogelfänger gehen, die jährlich hunderte Kilometer Meeresküste mit ihren tödlichen Netzen versehen. Das sind jedes Jahr alleine schon an die 140 Millionen (Link).

Quellen:

Ecology Letters Studie: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/ele.12387/abstract

Ecology Letters Studie - Pressemeldung: http://www.krone.at/Wissen/Binnen_30_Jahren_421_Mio._Voegel_weniger_in_Europa-Vogelschar_schrumpft-Story-425904

Studie Bundesamt f. Naturschutz - Pressemeldung: http://www.fr-online.de/wissenschaft/voegel-die-vogelschar-wird-kleiner,1472788,28861120.html

BUND Studie 2013 - Pressemeldung http://www.kreisblatt.de/lokales/main-taunus-kreis/Vogel-Bestaende-gehen-zurueck;art676,1106903